Dem Pflegenotstand die rote Karte zeigen!

pflege

Zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai erklärt der Landesverband der Piratenpartei Mecklenburg-Vorpommern:

Der Pflegenotstand ist dabei, sich in den nächsten Jahren durch den demografischen Wandel zu einer Pflegekatastrophe zu entwickeln. Deshalb besteht hier massiver Handlungsbedarf. »Bei den Piraten ist der Mensch der Mittelpunkt des Gesundheitssystems«, sagt Susanne Wiest, die die Landesliste der Piratenpartei für die Bundestagswahl anführt. Der Gesundheitsbereich betrifft die zu Pflegenden ebenso wie diejenigen, die in der Pflege arbeiten. Durch die demografische Entwicklung werden wir in wenigen Jahren viel mehr Menschen haben, die versorgt werden müssen, während gleichzeitig das Pflegepersonal zurückgeht. »Um eine menschliche Pflege zu sichern«, ergänzt der Schweriner Direktkandidat Karsten Jagau, »müssen die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessert werden. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe fordert deshalb, dass zusätzliche Finanzmittel nur unmittelbar der Bewohner- und Patientenversorgung zugute kommen dürfen. Das ist richtig. Das Geld darf keinesfalls in Investitionsfinanzierung, Mengenausweitung oder sonstigen ökonomischen Fehlanreizen versickern!« Eine tatsächliche Wirtschaftlichkeit erreiche man nach Jagau eher dadurch, dass mehr Geld für Qualität und Betreuung ausgegeben werde. Das mache sich schließlich durch niedrigere Folgekosten bezahlt, so der Pflegelehrer.

Nach Ansicht der Piraten sind Ausbildungskapazitäten im Gesundheitswesen auszuweiten und so zu gestalten, dass dem Fachkräftemangel entgegengewirkt wird. Das muss die Maxime auch bei den gerade laufenden Gesprächen über eine generalistische Ausbildung in Deutschland sein. Allerdings ist dabei den Besonderheiten der Pflegelandschaft mit Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege Rechnung zu tragen. Im Zuge dessen müssen ebenso die Pflegeberufe aufgewertet werden. Dazu ist ein Berufsgesetz mit definierten vorbehaltenen Aufgaben genauso notwendig wie eine verbindliche Personalausstattung.

Als wichtigstes Gebot ist im Grundgesetz verankert, dass die Würde des Menschen zu achten und zu schützen ist. Ein Mensch kann nur in Würde leben, wenn für seine Grundbedürfnisse gesorgt und ihm gesellschaftliche Teilhabe möglich ist. Nach Ansicht der Piratenpartei Mecklenburg-Vorpommern muss dies für Bewohner, Patienten und Pflegekräfte sowie pflegende Angehörige gleichermaßen gelten.

Das Foto ist von Paul Aeneas und steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA 2.0.

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