»Eine Partei ist kein Klub von Freunden, sondern eben von Menschen mit politischen Zielen«

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Folge zwei – mit Rainer.

warum-pirat-rainer»Warum bin ich Pirat?« – Diese Frage wurde an mich vor wenigen Tagen herangetragen. Ich dachte so bei mir, eigentlich wäre passender: »Warum bin ich noch Pirat?«
Es gab 2011 für mich mehrere Beweggründe, bei den Piraten mitzumachen. Ich wollte, wenn überhaupt noch einmal, nur in einer Partei mitarbeiten, die sich durch ein konsequentes Eintreten für die modernen Bürgerrechte auszeichnet, die sich die globalen Möglichkeiten der internationalen Vernetzung von technischen Systemen zunutze macht. Schon die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern ließen mich auf die Piraten aufmerksam werden.
Und dann das Wahlergebnis von Berlin: Auf einmal sollte Politik mit einem neuen Stil, mit anderen Ansprüchen etabliert werden. Das politische Credo dieser Zeit, »Wir sind die mit den Fragen, ihr die mit den Antworten«, fand ich spannend und entscheidend für mich. Das Prinzip der breiten Mitgestaltung mittels Liquid Feedback und das Thematisieren von modernen Bürgerrechten bestätigten mich in dieser Auffassung.
Und es wurde wie erwartet eine spannende Zeit. Gleichgesinnte, Neugierige und die »Alten« fingen an, die Prozesse anzugehen, sich zu positionieren, neue Ideen einzubringen, alte weiterzuentwickeln. Es gab weitere Erfolge im Saarland, in Nordrhein-Westfalen und in Schleswig-Holstein. Die Erfolge und das Kennenlernen von Menschen in ganz Deutschland mit guten Ideen, mit Bereitschaft sich einzubringen.
Die politischen Wellen, die jetzt kamen, konnte man aushalten, weniger aber, wie damit in der Piratenpartei umgegangen wurde und wird. Folgendes steht für mich jedoch weiterhin im Mittelpunkt und ich sehe die Piraten in ihrer Gesamtheit momentan als einzige politische Kraft, die fähig ist, das auch umzusetzen:
Das sind der konsequente Einsatz für Bürgerrechte unter den Bedingungen der Globalisierung von Politik, der Einsatz für das Bedingungslose Grundeinkommen, das für mich in letzter Konsequenz ein neuer Gesellschaftsvertrag ist und eine neue Wirtschaftsorganisation hervorbringen wird. Und nicht zuletzt der politische Ansatz der Mitgestaltung. Also eine Politik, die mit den Menschen gestaltet wird und nicht für oder über den Menschen hinweg. Solange diese Ziele weiter angestrebt, gesellschaftliche Entwicklungen aufgenommen und verschiedene Methoden der Mitgestaltung angegangen werden, bin ich dabei.
Eine Partei ist kein Klub von Freunden, sondern eben von Menschen mit politischen Zielen. Eine Partei, die im Findungsprozess ist, wird auch Widersprüche austragen und aushalten müssen. Das gilt dann somit auch für mich als Mitglied. Das mache ich mir klar, das gibt mir auch die Motivation, über Inhalte und Prozesse nachzudenken, mich einzubringen und meine Meinung zu sagen. Und das wird auch weiterhin passieren.

Das Titelfoto stammt von Evil Cheese Scientist und steht unter der Lizenz CC BY-SA 2.0. Das Foto von Rainer stammt von Rainer.

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