»Es ist notwendig, dass ich meinen Arsch aus dem Sessel hebe und mitmache«

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Folge sieben – mit Bruno, der eigentlich Martin heißt.

Freiheit statt Angst

Im Jahr 2005 begann ich damals im berüchtigten Heise-Forum zu lesen. Dort wurde und wird selbstverständlich nicht nur über Informationstechnologie, sondern auch über ihre Auswirkungen gesprochen. Und Netzpolitik, immer wieder auch die Netzpolitik. Später kam Netzpolitik.org zu meinen Quellen hinzu. Und der eine oder andere weitere Blog hat mich ebenfalls begleitet.

Mit Erschrecken nahm ich damals wahr, wie fragil die Meinungsfreiheit im Internet ist. Und mit jedem neuen Schrecken wich nicht nur mein Glaube an friedliche, freiheitliche Grundsätze im Miteinander zwischen Menschen und Unternehmen. Auch mein Bild von der verlässlichen Politik bekam schnell immer mehr Kratzer. Nicht nur das Versagen einzelner Politiker konnte ich sehen. Auch das Unvermögen des Parlamentes darauf zu reagieren. Das Grundgesetz wird verbogen oder ignoriert, wo es nur geht. Machtpositionen gelten mehr als die Vernunft.

Ich habe Angst, vor dem Versagen der Demokratie. Ich habe Angst, dass eines Tages wieder braune Massen, diesmal vielleicht in anderen Farben durch Deutschland marschieren. Ich habe Angst, dass unsere Demokratie erneut zerbrechen kann, mit oder ohne juristische Legitimation. Und wenn es so weit ist, darf es keine totale Überwachung geben. Es darf keine braven Bürger geben. Es muss die Möglichkeit, die Selbstverständlichkeit geben, dass die Menschen aufstehen. Dazu müssen sie rechtlich, technisch und bildungsmäßig in der Lage sein.

Was kann ich tun?

Ich kann alle vier Jahre wählen gehen, in der Hoffnung, alles würde gut. Oder ich kann etwas bewegen, versuchen etwas zu bewegen. Und die einzige Partei, die mir das erlaubt sind die PIRATEN. Hier zählt mein Wort, vom ersten Tage an. Sie stehen für Freiheit, Transparenz und Teilhabe.

Ich habe mich im Oktober 2012 entschieden, dass es nicht genug ist, die PIRATEN zu wählen. Es ist notwendig, dass ich meinen Arsch aus dem Sessel hebe und mitmache. Nebenbei bin ich enttäuscht von der Gesundheitspolitik der letzten zehn Jahre.

Die Gesetze, die ich sehe, sind Flickschusterei. Sie lassen einen bürokratischen Wust entstehen, der für die Leistungserbringer erdrückend wirkt. Hier möchte ich ausbessern, korrigieren. Aber das ist ein Luxusproblem, verglichen mit meinen tieferen Ängsten. Ich möchte meinen Kindern, Enkeln und Ur-ur-ur-enkeln ein besseres Deutschland, eine bessere Welt hinterlassen, eine Welt mit Freiheit statt Angst.

Das Titelfoto stammt im Original von Lonnon Foster und steht unter der Lizenz CC BY-SA 2.0.

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