Zwangsroaming für medizinische und gemeinnützige Dienste – Die Ergebnisse der LMV 2.2013 (3)

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Wer schon einmal durch die bezaubernde Landschaft von Mecklenburg-Vorpommern mit dem Zug gefahren ist, für den ist es kein Geheimnis: Der Mobilfunkempfang ist in unserem Bundesland auf weiten Strecken nur mangelhaft.

Ist man privat bei Gesprächsunterbrechnungen oder dem erfolglosen Surfen unterwegs vielleicht einfach nur genervt, gibt es Fälle, in denen mehr von einem funktionierenden Mobilfunknetz abhängt. Vor allem sind medizinische und gemeinnützige Einrichtungen davon abhängig, auf eine funktionierende Verbindung für deren Kommunikation vertrauen zu können. Wenn bei der Kommunikation zwischen z.B. Notdienststelle und Sanitätern bei einem Unfall die Verbindung nicht aufgebaut oder unterbrochen wird, kann dieser Mangel in der Infrastruktur buchstäblich Leben kosten.
Wir haben uns diesem Thema gewidmet und folgenden Antrag auf der Landesmitgliederversammlung am vergangenen Samstag vorgestellt und angenommen:

Wir fordern ein Zwangsroaming für medizinische und gemeinnützige Dienste.

Die  Telekomunikationsanbieter stellen in unserem Land mit  Ihren Mobilfunknetzen eine wichtige Infrastruktur zur Verfügung. Diese ist bei den einzelnen Anbietern jedoch nicht komplett flächendeckend vorhanden. Durch ein Zwangsroaming werden die Netzanbieter verpflichtet, ihr Netz für medizinische und gemeinnützige Zwecke für alle mobilen Geräte zu öffnen.

Ziel dieses Antrages ist es, die Mobilfunkanbieter in die gesellschaftliche Pflicht zu nehmen und vorhandene Infrastruktur der unterschiedlichen Netzanbieter für diese Dienste zu vereinen. Wir fordern eine Öffnung ihrer Funknetze auch für Fremdteilnehmer, sofern diese in anerkanntem Maß für einen medizinischen oder gemeinnützigen Zweck eingesetzt werden. Dieses „Zwangsroaming“ soll die Netzabdeckungen der einzelnen Mobilfunkanbieter addieren und die „weißen Flecken“ reduzieren. Wenn also beispielsweise ein Teilnehmer mit seinem Handy im E-Plus-Netz telefoniert und örtlich keine Erreichbarkeit durch den Netzanbieter mehr gewährleistet ist, soll das Zwangsroaming ermöglichen, auch z.B. das Netz der Telekom oder eines anderen Anbieters zeitweise zu verwenden, bis der Teilnehmer wieder in die Erreichbarkeit seines eigenen Netzes gelangt.

Diese Forderung soll einen Teil dazu beitragen, dass etwa telemedizinische Dienste oder die Katastrophenschutzkommunikation ihr volles Potential auch ausnutzen und ungehindert arbeiten können.

Das Foto stammt im Original von  judith74 und steht unter der Lizenz CC-BY-SA-2.0.

2 Kommentare

  1. 1

    Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld?
    Ich habe zuhause noch einen alten Duden. Wo soll ich den hinschicken, damit Ihr Euch nicht weiter mit Euren Rechtschreibfehlern blamiert?

  2. Hallo Uwe,

    danke für den netten Hinweis, da waren ja wirklich noch zwei Brocken drin, die wir ohne Dich nicht hätten finden können. Den Duden bitte an unsere Landesgeschäftsstelle senden, danke schön!

    Viele Grüße

    Eno

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