Stadt rudert zurück – CSD kann wie geplant stattfinden

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(Rostock, den 12. Juli 2013) Es waren nur noch elf Tage bis zum 11. Christopher Street Day (CSD) in Rostock, da flatterte den Veranstaltern ein 11-seitiges Pamphlet an Auflagen ins Haus, welche den Ablauf und die Durchführung der gesamten Veranstaltung in Frage stellten. Demnach wären die Veranstalter nicht befugt gewesen, Musik abspielen zu lassen, Bänke auf dem Neuen Markt aufzustellen und Getränke anzubieten. Desweiteren sei ein Vermummungsverbot ausgesprochen worden. Dies schloss den Organisatoren zufolge die Erkennbarkeit des Geschlechts mit ein. Gerade vor dem Hintergrund des inklusiven Charakters des CSD war dies eine absurde Auflage. Im heutigen erneuten Verhandlungstermin mit der Stadtverwaltung sind diese Forderungen jedoch komplett gestrichen worden.

Der Kreisverband Rostock solidarisiert sich mit dem Veranstalter und zeigt sich von den Vorgängen fassungslos. „Es kann nicht sein, dass Menschen, die ehrenamtlich für ein bunteres Rostock sorgen und ihre Stadt damit lebendig machen, derart an ihrer Arbeit gehindert werden. Gerade im Hinblick auf die kurzfristige Übermittlung der Auflagen ist das Vorgehen des Ordnungsamtes abzulehnen“, sagt Klaus Klepik, Vorsitzender des Kreisverbandes Rostock. Der Vorgang werfe wieder einmal ein schlechtes Bild auf die Hansestadt, zeigt sich auch Nadine Krämer besorgt. „Sich für eine zeitgemäße Geschlechter- und Familienpolitik einzusetzen ist keine Selbstverständlichkeit und auch keine leichte Arbeit. Wir sind froh, dass eine Lösung gefunden wurde und der CSD in seinem gewohnten Umfang stattfinden kann.“

Die Piratenpartei setzt sich unter anderem für die vollständige rechtliche Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaft mit der Ehe ein. Sie fordert zudem ein gemeinsames Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare und die Anerkennung der Verfolgung aufgrund sexueller oder geschlechtlicher Identität als Asylgrund. Die freie Selbstbestimmung von geschlechtlicher und sexueller Identität bzw. Orientierung ist der Piratenpartei seit jeher ein Anliegen, dass sie auf CSDs im gesamten Bundesgebiet regelmäßig vertritt.

Das Bild stammt von Guillaume Paumier und steht unter der Lizenz CC BY 2.0.

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