Burschenschaftler im Vorstand der AfD MV?

Die AfD Mecklenburg-Vorpommern hat kürzlich in einen neuen Landesvorstand gewählt. Leider ist als Außenstehender nichts über die Kandidaten zu erfahren – die AfD hat offenbar kein Interesse an Transparenz in eigener Sache. Bemüht man daher eine Suchmaschine, um mehr über diese Menschen herauszufinden, so stolpert [1] man spätestens beim Namen Christoph Basedow. Dieser Herr hat schon reichlich Presseerfahrung – es handelt sich scheinbar um einen Rostocker Burschenschaftler, der zumindest 2012 noch Sprecher der Deutschen Burschenschaft (DB) war. Diese war zuletzt im Blickpunkt einer breiten Öffentlichkeit, als sie sich darum stritt, einen »Ariernachweis« einzuführen und sich dadurch noch klarer im rechtsextremen Milieu verortete.

Wir sind gespannt, zu wem oder was hier eigentlich eine Alternative gesucht wird.

Update: Wir können die Fragezeichen streichen. Mittlerweile ist ein Foto auf der AfD-Seite aufgetaucht, das unsere Vermutung bestätigt.

[1] FR: Burschenschaft offiziell rechtsextrem

Das Artikelbild ist ein Ausschnitt eines Fotos von Anne Roth und steht unter CC BY 2.0 Lizenz. Abgebildet ist das Sonnenblumenhaus in Rostock Lichtenhagen während der Gedenktage im Jahr 2012 – 20 Jahre nach den Pogromen an gleicher Stelle.

8 Kommentare

  1. 1

    Habt ihr echt nix besseres zu tun, als euch Gedanken um den Vorstand eines politischen Mitbewerbers zu machen?

  2. 2

    Es geht doch dabei gar nicht darum, ob Person X oder Y nun ein Vorstandsamt bekleidet. Viel mehr geht es darum, dass sich der Partei gewordene Konservativismus gern als offen und demokratisch darstellt. Angeblich sollen über 100 Mitglieder auf der Versammlung gewesen sein. Es ist die Basis dieser Partei, die offenbar kein Problem damit hat Nationalisten an ihrer Spitze zu sehen. „Nur wer sein eigenes Land liebt, kann auch andere Länder achten“ – so ein Blödsinn!

  3. 3

    Ja, die AfD ist rechts. Das wissen wir alle. Ist es jetzt die Aufgabe der Piraten, dort „Transparenz“ zu rufen und total investigativ herauszufinden, dass der dort gewählt Vorsitzende – Achtung – rechts ist?

  4. 4

    Ich sehe die Beteiligung an der politischen Meinungs- und Willensbildung als Aufgabe einer Partei an. Das Verhalten der politischen Konkurrenten hierbei zu kritisieren finde ich ebenso wichtig – es ist ja zum Glück nicht das einzige, was wir machen. Die Auseinandersetzung mit der Öffentlichkeit halte ich aber tatsächlich für eine Kernaufgabe von Parteien.

    Die Alternative als nur rechts zu bezeichnen ist mir übrigens zu wenig. Das ist das, was sie versuchen darzustellen. „Wir sind in der Mitte der Gesellschaft, halt ein wenig konservativer als die SPD, aber im Grunde eine dufte Truppe.“ – sorry, das sollten wir ihnen nicht durchgehen lassen. Die Wahl eines DB-Sprechers spricht – wie so vieles – Bände.

  5. 5

    Na dann ist ja alles supi.

  6. 6

    @Jemand Es geht nicht um den Vorsitzenden, sondern um ein Vorstandsmitglied und nicht um einen rechten, sondern einen rechtsextremen Hintergrund. #Lesekompetenz
    Gerade der Landesverband der AfD positioniert sich innerhalb des Bundesverbands auf der ganz rechten Seite, auch mit Blick auf das Europaparlament. Ich finde das bemerkenswert.

  7. 7
    Kopfschüttler

    Die Piratenpartei sollte dieses Verwirrspiel bzgl. sich selbst lassen und sich AgDadS ‚Alternative gegen Deutschland (ausser deutsche Sozialhilfe)‘ nennen. Dann weiss jeder sofort woran er bei dieser Gruppierung ist.

  8. 8

    Schönen Dank auch für den Hinweis auf die #Lesekompetenz!

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