Guten Tag Herr Smyra, danke dass sie uns einige Fragen beantworten.

Was wollen Sie für Vorpommern im Bundestag erreichen?

Friedrich Smyra
Spitzenkandidat.

Als Pirat, der sich gut im ländlichen Raum auskennt, liegt mir ein Ausbau des Nahverkehrs am Herzen. Wir Piraten fordern die Einführung eines flächendeckenden integralen Taktfahrplans für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr in Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus, Einen umlagefinanzierten Nahverkehr, der die Endverbraucher finanziell bis hin zu Null entlastet. Wer einen modernen Nahverkehr will, muß die gesetzlichen Grundlagen für eine Umlagefinanzierung schaffen. Dies ist nicht nur ein Gebot des Klimaschutzes, flankiert durch z.B. Förderung lokaler Lösungen wie dörfliches Car-Sharing (Elektro-Mobilität). Als Pirat stehe ich da voll hinter unserem Wahlprogramm in dem es heißt: „Wir fordern die Schließung der Regionalflughäfen, statt dessen Ausbau des vorhandenen Schienennetzes, wie z.B. der Darß-Bahn.“

Doch auch kulturelles liegt mir am Herzen, so zum Beispiel ein Erhalt von Industriedenkmälern wie die Stralsunder Lokschuppen. Er gehört einfach zu Geschichte Stralsunds. Es ist gut, dass sich beispielweise der Förderverein für einen Erhalt einsetzt. Das ist absolut unterstützenswert. 

Wir Piraten wollen breitbandigem Internet als Grundrecht den gleichen Stellenwert einräumen wie der Energie- und Verkehrsinfrastruktur, der Wasser- und Telefonversorgung. Gerade im ländlichen Raum gibt es hier viel Handlungsbedarf. Dafür möchte ich mich politisch stark machen. Das Internet ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Lebens und unserer Gesellschaft geworden, wie die Pandemie eindrucksvoll deutlich macht. Breitbandige, bezahlbare echte Flatrate´s für alle Netze ist unser Ziel.

Wie lange engagieren Sie sich schon politisch, wie lange sind Sie bei den Piraten und wo bzw. in welchen Gremien waren Sie bisher aktiv?

Bei den Piraten bin ich seit 2009 Aktiv. Außerdem war ich zwischen 2014 und 2019 Mitglied der Stralsund Bürgerschaft und verschieden Ausschüssen. Seit 2019 bin ich als Fachkundiger Bürger Vertreter im Rechnungsprüfungsausschuss. Man sieht also mein politisches Wirken kann schon auf einige Jahre aktive politische Erfahrung aufbauen.

Was sind die Themen, in denen Sie sich am besten auskennen?

Berufsbedingt kenne ich mich in der Altenpflege und den dazugehörigen Strukturen sehr gut aus. Hier muss es wesentlich mehr finanzielle Unterstützung geben. Als persönlich betroffener kenne ich mich zudem sehr gut mit den negativen Verhältnissen in Nahverkehr aus.

Wie gestalten Sie Ihren Wahlkampf, gibt es irgendetwas besonderes?

Mein Wahlkampf wird mit Flyern, Plakaten, Infostände und durch Veranstaltung wie „Kleinparteien und Sonstige stellen sich vor“ stattfinden. Diskussionsrunden sind immer willkommen, leider werden die Kleineren Parteien wie wir Piraten selten eingeladen. Und das obwohl sich unser Wahlprogramm sehen lassen kann: Piratenpartei Mecklenburg-Vorpommern – Programm (piratenpartei-mv.de)

Gerade die gemeinsamen Veranstaltungen mit 4 anderen Kleinparteien dürften in der Öffentlichkeit auf Gegenliebe stoßen. Es gab gerade bei den „Kleinen und sonstigen“ zu lange ein unkoordiniertes gegeneinander. Nächsten Freitag findet beispielsweise schon die dritte von 5 Veranstaltungen statt. Nachdem wir vor 2 Wochen in Greifswald letzte Woche in Wismar waren, geht es am Freitag ab 19 Uhr nach Schwerin, die Woche darauf nach Rostock. Es gibt zu diesen Veranstaltungen auch eine gemeinsame Internetseite. Schauen Sie ruhig vorbei: http://www.landtagswahlen-mv.de

Interview mit Friedrich Smyra in der Ostseezeitung.

Wo wohnen Sie und welchen Bezug haben Sie zur Region?

Ich lebe in der Stralsunder Altstadt und ich bin in Stralsund geboren. Es ist und bleibt meine Lieblingsstadt in der ich mich sehr wohl fühle.

Wie alt sind Sie?

Ich bin 37 Jahre alt.

Ich habe gelesen, dass Sie als Pfleger arbeiten. Darf ich fragen, in welchem Bereich (also Krankenhaus, Alterheim, Jugendpflege, da gibt es ja einiges)?

Ich arbeite in einem Altenheim. Die Arbeit mit Menschen liegt mir. Der direkte Kontakt und das Wissen etwas Wichtiges und Gutes für die Gesellschaft zu leisten stärkt mich in meinem Beruf.

Das Interview baut auf ein Interview mit der Ostseezeitung auf.

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